SP bereitet zweite Kandidatur für die Regierungsratswahlen vor
Der ausserordentliche Parteitag der SP Kanton St. Gallen hat am Montagabend 24.11.2003 einstimmig Regierungsrätin Kathrin Hilber erneut nominiert und der Geschäftsleitung bei nur einer Enthaltung den Auftrag gegeben, eine zweite Kandidatur für die Regierungsratswahlen vom März 2004 vorzubereiten.
Die SP gehört mit den Grünen zusammen zu den Wahlsiegerinnen vom 19. Oktober. Das linksgrüne Lager hat über 25% Wählerstimmen erhalten. Damit sind 2 Sitze in der Regierung mehr als ausgewiesen.
SP-Kantonalpräsidentin Hildegard Fässler unterstrich in einem kämpferischen Votum noch einmal den Wahlsieg der SP. Die FPD wurde regelrecht deklassiert. Mit 18,4% ist die SP im Aufwind und hat ihr bestes Ergebnis seit langem erreicht. Die Wahlanalysen haben gezeigt, dass die SP wegen ihren Themen und Werten gewählt wird. Dies ist erfreulich und zeigt, dass die Linke ihren politischen Weg klar weitergehen muss. Die SP setzt sich für Chancengleichheit, Solidarität, gute Bildung und einen starken, sozialverträglichen Staat ein, der diese Rahmenbedingungen gewährleistet.
Regierungsrätin Kathrin Hilber, die ihr Amt mit viel Sachkompetenz, aber auch Herzblut ausübt und allseits geachtet und geschätzt wird, stellt sich für eine weitere Amtsdauer zur Verfügung. Einstimmig und mit grossem, lang anhaltendem Applaus wurde sie nominiert. In einem kämpferischen Votum wies sie auf die Bedeutung einer starken SP hin. Der Staat hat gegen die Aushöhlung und den Entzug der Mittel zu kämpfen. Die guten Angebote müssen verteidigt werden.
Ebenso klar war für die Delegierten, dass die SP eine zweite Kandidatur vorbereiten muss. Die massive Übervertretung von FDP und CVP sowie die Wählerstärke des linksgrünen Lagers verlangen überdeutlich eine zweite Kandidatur. Jetzt muss Bewegung in die bürgerlichen Parteien kommen. Der aktuelle Kampf um die staatlichen Angebote, für gute Bildung, eine verbesserte Prämienverbilligung muss auch im Regierungswahlkampf geführt werden. Die gescheiterte bürgerliche Finanzpolitik, die zu massivem Leistungsabbau führt und der nun für die Leute spürbar wird, muss thematisiert werden und wird die Wahlen beeinflussen.



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