St.Galler Tagblatt: Beschwerde beim Presserat
Die SP des Kantons St. Gallen hat beim Schweizer Presserat eine Beschwerde gegen das St. Galler Tagblatt eingereicht. Anfang Oktober hatte das St. Galler Tagblatt eine Medienmitteilung der SP Kanton St. Gallen zuerst verzögert und dann zensuriert, ein Leserbrief eines SP-Kantonsrates mit dem gleichen Inhalt wurde ebenfalls zensuriert. Inhalt war das Abstimmungsverhalten bürgerlicher Nationalräte in der Spardebatte um die Finanzierung des öffentlichen Verkehrs.
Anfang November hat die SP Kanton St. Gallen die Beschwerde beim Schweizer Presserat eingereicht. Das St. Galler Tagblatt hatte eine Medienmitteilung mit Kritik zum Abstimmungsverhalten bürgerlicher Nationalaräte verzögert und dann bei der Veröffentlichung die entscheidenden Namen herausgestrichen. Dies im Gegensatz zu verschiedenen anderen Medien, die die Medienmitteilung vollständig abdruckten. Die Tagblatt Redaktion stellte sich auf die telefonische Nachfrage hin auf den Standpunkt, es sei nicht ihre Aufgabe über alle Namensabstimmungen aus dem Nationalrat zu berichten. Die SP erachtet aber das Abstimmungsverhalten zum Krediten für den öffentlichen Verkehr für den Ausbau der Bahnlinie nach München als für die Ostschweiz sehr relevante Angelegenheit. Die Zustimmung zu den Sparbeschlüssen gerade jener Nationalräte, die sich sonst über die Vernachlässigung der Ostschweiz beklagten, erschien der SP als wichtig und für eine Zeitung, die für sich Forumsanspruch erhebt, unbedingt Berichterstattung wert.Ein nachgeschobener Leserbrief, der auf Aufforderung hin, der Redaktion zugestellt wurde, wurde ebenfalls um eben diese Namen gekürzt. Gegen diese unerhörte Zensur hat nun die SP Kanton St. Gallen beim Presserat Beschwerde eingereicht.



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