Die SP ist gegen die freie Schulwahl
Anfangs November 2009 hat die Elternlobby zusammen mit den Jungfreisinnigen die Initiative zur freien Schulwahl auf der Oberstufe eingereicht. Die Fachkommission Bildung der SP St.Gallen erteilt der freien Schulwahl und der einhergehenden staatlichen Förderung von Privatschulen eine deutliche Absage.
Die SP ist überzeugt, dass wir zur gut funktionierenden Volksschule im Kanton St. Gallen Sorge tragen müssen und diese nicht mit unnötigen Experimenten gefährden dürfen. Sie ist weiter der Meinung, dass unsere Kinder und Jugendlichen dort beschult werden sollten, wo sie auch ihr soziales Umfeld finden, nämlich in den eigenen Dorf- und Quartierschulen. Die freie Schulwahl fördert einen unnötigen Schultourismus und gefährdet den sozialen Zusammenhalt bereits in der ersten Lebensphase.
Unsere Schulen müssen sich auf ihre Aufgaben im Bereich der Bildung und Erziehung konzentrieren können und sollen ihre Kräfte und Mittel nicht im Wettbewerb mit anderen Schulen und im Marketing aufreiben.
Auch ist die SP der Ansicht, dass die Idee der freien Schulwahl auf das Bildungssystem kostentreibend wirkt und der Kanton gezwungen würde, alle möglichen und unmöglichen pädagogischen Systeme finanziell zu unterstützen. Eine „Veramerikanisierung“ unseres Schulsystems ist unbedingt zu verhindern.



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