Mehr Chancengleichheit dank Oberstufenreform
Der Erziehungsrat des Kantons St.Gallen hat die Diskussion über die Weiterentwicklung der Oberstufe lanciert. In Sekundar- und Realschule soll künftig die gleiche Lektionentafel gelten, was die Einführung von Niveauklassen erlaubt. Für die SP St.Gallen bedeutet diese Reform einen Schritt in die richtige Richtung.
Die SP St.Gallen begrüsst es, dass die Strukturen der Oberstufe aus den 70er Jahren endlich diskutiert werden. Insbesondere Kinder aus bildungsfernen Schichten werden heute zu häufig einfach der Realschule zugewiesen. So gibt es viele RealschülerInnen, die mindestens teilweise durchaus den Anforderungen der Sekundarschule genügen können. Niveauklassen ermöglichen ebendiese Flexibilität und bedeuten eine klare Verbesserung der Chancengleichheit von teilweise leistungsschwächeren SchülerInnen. Es ist erfreulich, dass bei der geplanten Oberstufenreform pädagogische und nicht nur demografische Überlegungen im Vordergrund stehen sollen.
Niveauklassenunterricht in Mathematik, Deutsch und Fremdsprachen sind sinnvoll, aber nur innerhalb einer integrierten Oberstufe, wo bei der Bildung der Stammklassen die schulischen Leistungen (wie in der Primarschule) keine Rolle spielen. Die gegenwärtige Qualität der Oberstufe soll damit nicht nur beibehalten, sondern gesteigert werden.
Für die SP ist besondere wichtig, dass die Einführung von Niveauklassen mit einer Reform der Zeugnisse einhergeht. Die Dokumentation der Schulleistungen sollen in Zukunft Aufschluss geben über sämtliche Kompetenzbereiche der Jugendlichen, welche für Lehrbetriebe, wie auch weiterführende Schulen von Bedeutung sind.



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