Für alle statt für wenige


Ostschweiz kämpft vereint gegen die No-Billag-Initiative

18.Januar.2018

Die „No-Billag-Initiative“ ist zu radikal. Durch die Streichung der Gebührengelder wären Randregionen besonders hart betroffen. Deshalb schliessen sich die beiden Ostschweizer Komitees „Nein zu No-Billag“ und „Nein zum Sendeschluss“ zusammen. Gemeinsam mit VertreterInnen aus Sport, Kultur, Musik und Gesellschaft engagieren sich unsere Nationalrätinnen Claudia Friedl und Barbara Gysi sowie Ständerat Paul Rechsteiner gegen diese gefährliche Initiative.

Unabhängige Schweizer Medien haben in der direkten Demokratie eine unersetzliche Rolle. Ohne starke Schweizer Medien erhalten finanzkräftige Investoren mehr Macht und beeinflussen die Meinungsbildung. Das kann nicht im Interesse der breiten Bevölkerung sein. Das kann auch nicht im Interesse der vielsprachigen, offenen Schweiz sein. Das kann nicht im Interesse der SP sein, die für mehr und nicht weniger Demokratie kämpft. Zu den grossen Verlierern bei einem Ja zur Initiative würde nebst der rätoromanischen Schweiz insbesondere auch die Ostschweiz gehören. Denn für Investoren sind nur Ballungsgebiete wie Zürich interessant.

Generationen verbinden

Die Programme der SRG, der 13 regionalen TV-Sender sowie der 21 Lokalradios spiegeln nicht nur unsere vielfältige Kultur, sondern sie dienen auch als Brückenbauer zwischen Landesteilen, Sprachregionen und Generationen. Auch wenn sich das Konsumverhalten der Mediennutzer verändert, braucht es unabhängige Medien. Die Schweizer Medienlandschaft kann sich eine „Belusconisierung“ nicht leisten. Die SRG konstruktiv reformieren und modernisieren zu wollen, ist kein Argument für die radikale No-Billag Initiative. Speziell auch junge Ostschweizerinnen und Ostschweizer gilt es über die weitreichenden Konsequenzen dieser Abstimmung aufzuklären. Wegen der Gratis-Mentalität geht oftmals vergessen wird, was hinter gut recherchierten Beiträgen steckt und dies etwas koste.

Reform mit Augenmass – statt Abbruch der SRG 

Die beiden Ostschweizer Komitees „Nein zu No-Billag“ und „Nein zum Sendeschluss“ sträuben sich nicht gegen Veränderungen bei der SRG. Nur mit einem Nein aber kann die SRG reformiert werden. Bei einem Ja muss darüber gar nicht mehr diskutiert werden. Dann sind unabhängige, durch Gebührengelder finanzierte Fernseh- und Radioprogramme vom Tisch und die Geldgeber und Medienkönige befehlen den Kurs. Die beiden  Komitees kämpfen gemeinsam für ein unabhängiges und regionales Fernseh- und Radioangebot. Dem Komitee gehören PolitikerInnen von der SP, BDP, CVP, EVP, GLP, FDP und SVP auch Mitglieder der Jungparteien JCVP, JGLP, JUSO an. Verstärkt wird das breit abgestützte Komitee durch Persönlichkeiten wie dem FCSG-Spieler Tranquillo Barnetta, dem Volksmusiker Jakob Freund, der Unternehmerin Gabriela Manser, dem Musiker Marc Frischknecht, dem Schauspieler Philipp Langenegger sowie der Sängerin und Moderatorin Paola Felix.

 




SP vor Ort