St.Galler Kantonalbank und Lehman Brothers Inc.
In einer schriftlichen Antwort der Regierung vom 18. November 2008 auf eine einfache Anfrage der SP-Fraktion vom 31. Oktober 2008 (Geschäft 61.08.26; St. Galler Kantonalbank und Finanzkrise) führt die Regierung aus: „In den Verwaltungsdepots der St. Galler Kantonalbank befinden sich keine Wertpapiere, die aufgrund einer Verbindung zum amerikanischen Immobilienmarkt wertlos wurden. Es wurden auch keine problematischen Titel an Kunden verkauft oder zum Kauf empfohlen“.
Wie Reaktionen verschiedener empörter Bürgerinnen und Bürger zeigen, ist diese Behauptung falsch.
Die St. Galler Kantonalbank hat Papiere der Lehman Brothers Inc. nicht nur verkauft, sondern wärmstens zum Kauf empfohlen. Der Kauf wurde als absolut risikolos dargestellt, da ein 100%iger Kapitalschutz bestehe. Auf das Emittentenrisiko (Risiko des Konkurses der Bank) wurde nicht hingewiesen.
In diesem Zusammenhang ersuchen wir die Regierung um Beantwortung der nachfolgenden Fragen:
- Lügt die Regierung oder wurde die Regierung belogen?
- Falls die Regierung belogen wurde, welche Konsequenzen zieht die Regierung?
- An wie viele Kundinnen und Kunden wurden Papiere der Lehman Brothers Inc. verkauft und zu welchem Gesamtpreis?
- Welchen Betrag gedenkt die St. Galler Kantonalbank insgesamt an die Kundinnen und Kunden zurück zu bezahlen?
- Falls nicht der gesamte entstandene Schaden ersetzt wird, wieso nicht?



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